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AUGUSTINERHERRENSTIFT

Kirche Mariä-Himmelfahrt

Die Mariä-Himmelfahrts-Kirche gehört historisch und künstlerisch zu den wertvollsten Kirchen Niederschlesiens. Alte Chronisten nahmen an, dass sie bereits 1183 errichtet wurde, also zu den Zeiten der Herrschaft von Piastenherzog Boleslaw I. dem Langen. Die erste Erwähnung der Kirche stammt aus der Urkunde von Bischoff Thomas II., in welcher er den Umfang der Dekanate Crossen und Sagan im Jahre 1272 bestimmte.

In der zweiten Hälfte des 14. Jh. haben die Mönche eine dreischiffige Basilika errichtet. Nach den Bränden 1472 und 1486 wurde sie als eine Hallenkirche wiederaufgebaut. Ein umfangreicher Umbau fand 1515 statt, als der neue Turm und der große Westgiebel errichtet wurden. Dabei erhöhte man auch das Hauptschiff. Nach dem Brand 1730 erhielt der wiederaufgebaute Innenraum eine reiche Ausstattung.

Die Außenarchitektur behielt bis heute – trotz vieler Umbauten einen gotischen Charakter, die Loggia ist dagegen im Renaissance-Stil erbaut. In der Kirche befindet sich sehr schönes Chorgestühl von 1695 sowie ein Dreifaltigkeits-Altar aus dem 16. Jh. und ein gotischer Sarkophag vom Glogau-Saganer Herzog Heinrich IV. Sehenswert ist auch die museale Sammlung, die sich auf der Empore über der Sakristei befindet. Am 11.03.2011 wurde die Postaugustiner Klosteranlage vom Staatspräsidenten der Republik Polen in die Liste der Geschichtsdenkmäler eingetragen.

Ehemaliges Augustinerkloster

1285 spendete Herzog Konrad DEN Augustinern eine Burg, die sie Mitte des 14. Jh. ausbauten und ein Abtschloss errichteten. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Kloster mehrmals umgebaut. Erst nach dem Brand von 1730 wurde es im Barockstil gestaltet und wesentlich vergrößert.

Nur ein Teil der Räume im östlichen Flügel des Klosters behielt den gotischen Charakter. Im Kloster befinden sich außer den Mönchszellen und dem Kapitelhaus auch die St. Anna-Kapelle mit gotischen Gewölben sowie die prachtvolle Klosterbibliothek mit Inneneinrichtung aus dem 18. Jh. Die Sammlung der Bibliothek bewahrt  ein Fragment der Bibel aus dem 8. Jh. und Bände aus dem 17. – 19. Jh.

Konvikt

Das am Speicher anliegendes ehemaliges Konvikt wurde zwischen 1740 und 1758 anstelle der Wirtschaftsgebäude des Klosters und der Noviziatschule erbaut.

Das Konvikt besitzt ein wertvolles Rokokoportal und barocke Gemälde mit Astronomiemotiven und einem Portrait von Johann Kepler, dem Saganer Astronomen. Heute befindet sich hier ein Touristenhotel.

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