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STALAG VIIIC/LUFT III

Das Stalag VIII C war zwischen Herbst 1939 und Herbst 1942 das größte Kriegsgefangenenlager im 8. Wehrmachtsbezirk. Insgesamt gingen dreihunderttausend Kriegsgefangene durch das Lager, darunter Franzosen, Russen, Belgier, Italiener, Jugoslawen und Polen.

Im Mai 1942 entstand in der Nachbarschaft das Stalags VIII C, ein Lager für die alliierten Flieger, das dem Luftwaffen-Oberkommando unterstellt war, genannt Stalag Luft 3. Im Lager verblieben 10.549 Kriegsgefangene. Die meisten waren Flieger aus den USA und Großbritannien, aber dort waren auch Soldaten anderer Nationalitäten. Eben hier fand die bravuröse große Flucht in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1944 statt.

Durch einen 111 m langen und ca. 10 m tiefen Tunnel gelang es 76 Gefangenen, das Lager zu verlassen. Drei von ihnen konnten fliehen, der Rest wurde gefangen. 50 von ihnen wurden auf Hitlers Befehl erschossen. Heute befindet sich hier das Museum für das Martyrium der alliierten Kriegsgefangenen.

Man kann hier sehen, was gerettet wurde: Stalag-Dokumentation, Unterlagen aus den Gerichtsprozessen der Kriegsverbrecher, Bilder, Erinnerungen der Kriegsgefangenen, persönliche Gegenstände des täglichen Bedarfs und sogar im Lager angefertigte Handwerkserzeugnisse. Vor dem Museum steht ein Denkmal von Mieczysław Walter von 1961; es soll an das verbrecherische Wirken der Wehrmacht erinnern.

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